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Am Anfang der Überlegungen für unsere Afrika Tour stand natürlich die Frage womit wir die Rote absolvieren sollten. Zu Beginn haben wir in Richtung eines Land Rover Defender oder Toyota Hilux mit Dachzelt oder kleiner Kabine überlegt. Auf Grund der Länge der Reise und auch aus Sicherheitsaspekten sind wir dann auf einen größeren Allrad-LKW gekommen. Durch unseren Kollegen Klaus, selbst erfahrener Afrika-Reisender, kamen wir dann auf den Unimog.

Nach kurzer Recherche kamen wir zu dem Ergebniss, der Unimog soll es sein. Die legendäre Geländegängigkeit, die Zuverlässigkeit und auch das Aussehen haben am Ende den Ausschlag gegeben. Bei der Baureihe haben wir uns schnell auf die Unimog 435 eingeschossen. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist er etwas komfortabler hinsichtlich der Geräschentwicklung und des Platzangebotes im Führerhaus. Wobei es schon schwer fällt hier von Komfort zu sprechen, wenn man bisher nur neuere PKWs gewohnt ist. Weiterhin sprach die gute Verfügbarkeit von Fahrzeugen für die Baureihe 435. Immerhin hat die Bundeswehr seit 1978 über 18.000 Unimog 435 gekauft. Davon gut 1.800 in der Krankenkraftwagen Variante, wie es auch unser Unimog früher war.

Also begannen wir gegen Ende 2016 den Markt für Unimog 435 zu beobachten und hatten dabei insbesondere Unimogs im Blick, die bereits eine weitestgehend ausgestattete Kabine hatten, da wir den Ausbau aus zeitliche, finanziellen und handwerklichen Gründen nicht selbst vornehmen wollten. Relativ schnell kamen wir zu der Erkenntnis, dass der Markt für solche Fahrzeuge nicht sonderlich groß ist und sich das Angebot sehr langsam verändert. Gleich zu Beginn ist uns ein türkiser Unimog mit umfangreicher Ausstattung aufgefallen. Dieser wurde mit einigen anderen gespeichert, weiter beobachtet und mit Klaus als Sachverständigem diskutiert. Dabei mussten wir zu Beschreibungen wie Split-Getriebe und Vorgelege-Entlüftung ersteinmal googeln was sich dahinter verbirgt.

Insbesondere bei der ersten Besichtigung des Unimogs ergaben sich ein paar kleinere Schwierigkeiten. Nun zum einen hatten wir keine sonderlich große Erfahrung mit Allrad-LKWs und zum anderen gab es noch das klitzekleine Problem hinsichtlich des Führerscheins…. Tja wer nach 1999 den Führerschein gemacht hat, kennt das leidige Thema. Wir durften keinen LKW über 3,5 Tonnen fahren. Also was tun? Da kam uns mal wieder Klaus zur Hilfe, der die Gelegenheit beim Schopfe packte, auch mal wieder einen Unimog zu fahren. Das der Unimog in Neuss in der Nähe von Düsseldorf stand machte die ganze Logistik nicht einfacher. Trotzdem war nach einiger Abstimmung ein Termin gefunden, an dem wir dann zu dritt hingefahren sind und den Unimog begutachtet haben. Die Probefahrt war dann auch gleich ein Erlebnis. Kaltstart bei Minusgraden nachdem der Unimog einige Tage draussen stand. Einige Passanten waren nicht so erfreut wie wir. Am Ende der Besichtigung waren wir zufrieden und waren uns ziemlich sicher, dass uns dieser Mog nach Afrika begleiten sollte. Zu guter letzt konnten wir uns auch auf einen Preis einigen.

Da wir den Kauf noch vor unserem kurzen Afrika Urlaub 1,5 Wochen später abschliessen wollten, wurde kurzerhand die Abholung geplant. Max hat sich dabei freundlicherweise als Fahrer angeboten. Nachdem auch die Anmeldung mit Kurzzeitkennzeichen noch im Eiltempo geklappt hat, konnte es losgehen nach Neuss. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Duisburg waren wir dann pünktlich da und haben das Fahrzeug übernommen und Papiere gegen Geld getauscht. Nun musste ich nur noch Max in die Kunst des Unimog Fahrens einweihen – aus dem was ich in der kurzen Probefahrt gesehen und von Klaus gehört hatte. Aber auch das hat geklappt und nach einigen Startschwierigkeiten mit Umwegen durch die Düssseldorfer Innenstadt sind wir heil im Sauerland angekommen.

Im Sauerland, genauer gesagt in Meschede, können wir den Mog netterweise bei meiner Schwester und meinem Schwager auf dem Hof in einer Scheune unterstellen. Nicht nur für die Unterstellmöglichkeit, sondern auch für das Know-How und Werkzeuge ist das eine ideale Lösung. Das hat sich zum Beispiel gleich gezeigt, als einmal die Starterbatterien leer waren. Wer hat schon normalerweise ein 24V Batterieladegerät zu Hause.

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