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Zum Abschluss unseres leider doch recht kurzen Aufenthalts im Sudan wollten wir noch einmal die Abgeschiedenheit und die Zurückhaltung der Sudanesen ausnutzen und eine Nacht wild campen. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen in Ägypten waren wir entsprechend vorsichtig.

In der iOverlander App hatten wir schon ein Bushcamp zwischen Wad Medani und Gedaref gefunden was gut in unsere Streckenplanung passte. Vor Ort angekommen fanden wir auch gleich die Fahrspur die von der Straße in einen kleinen “Wald” abging. Sie sah nicht so aus, als ob sie vor kurzem befahren wurde. Insgesamt also schon mal ein gutes Zeichen, da wir nicht mit Durchgangsverkehr rechnen mussten. Der Boden war erdig und die Oberfläche aufgebrochen von getrocknetem Wasser.

Nach ein paar hundert Metern haben wir dann hinter ein paar Büschen eine schöne Ecke gefunden die von der Straße nicht mehr einsehbar ist und haben unser Camp aufgeschlagen. In Khartoum hatten wir im Supermarkt noch ein paar Kalbsrippen erstanden, sodass als erstes der Grill angeheizt wurde. Dazu gab es noch einen leckeren Gurkensalat mit Feta. Auch wenn an den Kalbsrippen nicht so viel dran war, kam doch echtes Camping Feeling auf.

Nach dem Essen ging dann auch schon bald die Sonne unter und es wurde fast schlagartig dunkel. In der Ferne hatten wir schon ein paar dunkle Wolken gesehen und nach dem Sonnenuntergang kam auch schnell das Wetterleuchten. Ein paar Minuten später kam noch heftiger Regen und Wind dazu. Dadurch war die Nacht etwas unruhig, aber immerhin konnte man sich noch sicherer sein, dass bei diesem Wetter niemand mehr draußen unterwegs sein würde 😉

Ein bisschen Sorgen machte uns allerdings der Boden in Verbindung mit dem vielen Regen. Als ich am nächsten Morgen rausgegangen bin hat man auch gleich den Effekt des nächtlichen Regens gesehen. Die obere Erdschicht hat sich in eine klebrige Masse verwandelt, die nach ein paar Schritten eine 5-10cm Schicht unter den Schuhsohlen bildete. Nach dieser Erfahrung war ich während des Frühstücks etwas nervös was das Verlassen unseres Stellplatzes anging.

Die Sorgen haben sich am Ende des Tages als unbegründet erwiesen. Genau wie wir es im Off-road Fahrkurs gelernt haben sind wir ohne Allrad und Sperren losgefahren. Der Mog hat uns nicht enttäuscht. Er hatte zwar hier und da etwas zu arbeiten und an den Reifen sammelte sich ebenfalls eine dicke Schlammschicht, aber er hat uns anstandslos in Richtung Straße gebracht.

Lediglich kurz vor der Straße als wir noch einen kleinen Graben durchqueren mussten, hat dann der Vortrieb an der Hinterachse nicht mehr ausgereicht. Also schnell den Allrad rein und weiter ging’s. Bevor wir uns dann auf der Straße in Richtung Grenze zu Äthiopien aufgemacht haben, haben wir dann noch versucht den gröbsten Schlamm von den Reifen zu kratzen. Ich glaube wir haben aber trotzdem eine schöne Sauerei gemacht 🙂

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