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Die Bwindi Backpackers Lodge bei der wir gecampt haben unterstützt die lokale Community mit 30% der erwirtschafteten Erträge. Zusätzlich unterstützen sie die lokale Silverback Community, mit der Emily versucht die Kinder und Frauen des Dorfes zu fördern. Am ersten Abend als wir dort waren kam Emily vorbei und hat sich und die Iniative vorgestellt. Mit dabei hatte sie ganz nette lokal hergestellte Souveniers wo wir auch gleich ein bisschen eingekauft haben. Die Gorilla-Masken wurden von den Jungs aus dem Dorf geschnitzt und die geflochtenen Körbe von den Frauen. Das Geld, das sie von den Souvenirs einnehmen wird verwendet, um das Schulgeld für die Kinder zu zahlen (in Uganda ca. 30 USD im Jahr). Wir handelten Emily auch nur ein bisschen runter, sonst haben beide Seiten kein gutes Gefühl. ? Man hat aber gemerkt, das sie mit jedem Preis  einverstanden war, Hauptsache es kommt ein bisschen Geld rein. Aber die Sachen waren auch wirklich toll! Neben den Souveniers gibt es noch verschiedene andere Initativen. Zum einen wird für die Kinder des Dorfes Tanz und Gesang geübt, um Vorführungen machen zu können. Die Kinder kommen aus sehr armen Familien. Der Sinn dahinter ist, den Kindern eine Aufgabe zu geben und sie zu beschäftigen, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen. Zum anderen wurde kürzlich noch die Mushroom Farm Initiative gestartet. Dabei wollen die Frauen Austernpilze züchten, um diese dann verkaufen zu können. Hier bezieht Emily insbesondere Frauen mit ein, die verwitwet sind oder aus sehr armen Verhältnissen kommen, um ihnen zumindest ein geringes Einkommen zu ermöglichen. Da es an unserem ersten Abend heftig geregnet hat haben wir mit Emily vereinbart am nächsten Tag die Mushroom Farm anzuschauen und beim Tanzen und Singen der Kinder zuzuschauen.

Am nächsten Nachmittag kam Emily dann vorbei und holte uns wie vereinbart zur Besichtigung der Pilzfarm ab. Dazu haben sie direkt neben der Bwindi Backpackers Lodge ein Haus angemietet. Dort drin stehen in einem verdunkelten Raum Regale mit Stroh darauf an den Wänden. Von den Regalböden hängen schwarze Säcke mit einer Nährmasse darin herunter.  Aus einigen dieser Säcke wuchsen bereits die bekannten Austernpilze heraus. Die Säcke müssen 2 Mal am Tag gewässert werden. Die reifen Pilze werden dann geerntet und entweder frisch oder getrocknet auf dem Markt verkauft. Bevor sie verkauft werden können, müssen sie allerdings noch gewogen werden, was auf Grund der fehlenden eigenen Waage noch einmal Geld kostet. Zusätzlich müssen die Pilzsamen wohl recht teuer und zeitaufwändig aus Kampala besorgt werden. Um das Problem zu lösen hat Emily eine 3-monatige Fortbildung gemacht, um die Samen in Zukunft selber gewinnen zu können. Dafür fehlt allerdings noch ein eigener Kühlschrank. Auch wenn wir von dem Business Plan noch nicht restlos überzeugt waren, so hat uns doch der Mut, die vorwärts gerichtete Denkweise und der Wille die Situation der Community aus eigener Kraft zu verbessern nachhaltig beeindruckt. Wir haben eine der ersten Ernten aus der Pilzfarm bekommen und Anne hat daraus am Folgetag eine sehr leckere Pasta zubereitet. Wir wünschen auf jeden Fall viel Erfolg mit dem Projekt!

Im Anschluss an die Führung durch die Mushroom Farm sind wir dann auf den Hügel oberhalb des Dorfes gegangen, wo man schon von Weitem die Kinder lachen und spielen hören konnte. Zur Begrüßung gab es dann gleich ein sehr schönes und eingängiges Lied samt passendem Tanz (das Video ist zu empfehlen ?) für uns. Im Anschluss daran gab es noch 2-3 Lieder und Tänze, bei denen wir dann auch mittanzen und den Refrain mitsingen durften. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß und nach einer anfänglichen Nervosität und Zurückhaltung waren auch die Kinder voll dabei. Nach dem Tanzen und Singen wurden dann noch sportliche Aktivitäten vorgeführt. Die Jungs spielten mit einem provisorischen Ball barfuß Fussball zwischen den Kuhfladen. Hier habe ich die Einladung mitzuspielen lieber abgelehnt. Die Angst mit meinen groben Wanderstiefeln und meiner grobmotorischen Art jemandem wehzutun war dann doch zu groß. Für die Mädchen gab es anschliessend ein eigenes Spiel. Dabei wurden auf die Trommel in der Mitte Steine gelegt. Zwei Spielerinnen standen jeweils außen und in der Mitte stand die dritte Mitspielerin. Dann wurde abwechselnd mit dem Ball von den zwei äußeren Spielerinnen versucht die Spielerin in der Mitte abzuwerfen, während diese versuchte die Steine von der Trommel herunter und anschließend wieder hinauf zu legen. So ganz haben wir die Regeln zwar nicht durchschaut, aber was trotzdem nett zuzuschauen. Zum Abschluss gab es dann noch einen Staffellauf Mädchen gegen Jungs. Dabei bin ich dann auch mal mitgelaufen.

Zum Abschied gab es dann noch ein Lied und Tanz für uns. Wir haben uns noch mit einer Tüten sauren Dinosauriern revanchiert, die wir noch aus Deutschland an Bord hatten. Die meisten Kinder hatten sowas wohl noch nie gegessen und Süßigkeiten gibt es wohl auch nicht so oft. Daher war der Andrang beim Verteilen durch Emily entsprechend groß. Uns hat vor allem der nette und zwanglose Kontakt zu dieser Gemeinschaft gefreut. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Vorführung nur auf der Erwartung von Trinkgeld gemacht wird, sondern konnten die Freude der Kinder über etwas Abwechslung und Aufregung in ihrem Alltag spüren.

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Eberhard Hewicker
September 21, 2018 at 14:27 Reply

offenbar eine gesunde Community!

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